Aprepitant
| Evidenzniveau: L5 | Vorhergesagte Indikationen: 10 |
Inhaltsverzeichnis
- Aprepitant
- Pharmazeutischer Bewertungsbericht
- Aprepitant: NK1-Rezeptor-Antagonist → nephrogenes Syndrom der inadäquaten Antidiurese (nephrogenic syndrome of inappropriate antidiuresis)
- Zusammenfassung
- Kurzüberblick
- Warum ist diese Vorhersage plausibel?
- Evidenz aus klinischen Studien
- Evidenz aus der Literatur
- Informationen zum deutschen Markt
- Zytotoxizität
- Sicherheitsaspekte
- Fazit und nächste Schritte
- Haftungsausschluss
Aprepitant: NK1-Rezeptor-Antagonist → nephrogenes Syndrom der inadäquaten Antidiurese (nephrogenic syndrome of inappropriate antidiuresis)
Zusammenfassung
Aprepitant ist ein Antagonist des Neurokinin-1-Rezeptors (NK1). Das TxGNN-Modell sagt voraus, dass es bei nephrogenem Syndrom der inadäquaten Antidiurese (nephrogenic syndrome of inappropriate antidiuresis) wirksam sein könnte. Für diese Vorhersage liegen derzeit keine klinischen Studien und keine Publikationen vor; sie beruht ausschließlich auf der Modellberechnung.
Kurzüberblick
| Punkt | Inhalt |
|---|---|
| Ursprüngliche Indikation | Vomiting;Postoperative Nausea and Vomiting;Cancer |
| Vorhergesagte neue Indikation | Nephrogenes Syndrom der inadäquaten Antidiurese (nephrogenic syndrome of inappropriate antidiuresis) |
| TxGNN-Vorhersagewert | 0,9997 |
| Evidenzstufe | L5 |
| Marktstatus in Deutschland | Im Handel (gültige Zulassungen: 1 von 1) |
| Anzahl der Zulassungen | 1 (gültig: 1) |
| Empfohlene Entscheidung | Hold |
Warum ist diese Vorhersage plausibel?
Zum Wirkmechanismus liegen in den für diesen Bericht zusammengestellten Daten keine detaillierten Angaben vor. Bekannt ist, dass Aprepitant den NK1-Rezeptor blockiert, an den Substanz P bindet.
Eine Verbindung zum Wasserhaushalt über die Substanz-P-Signalwege und die zentrale Regulation von Vasopressin ist denkbar, aber spekulativ. Das nephrogene Syndrom der inadäquaten Antidiurese wird durch aktivierende Mutationen des Vasopressin-V2-Rezeptors (AVPR2) verursacht. Dieser Mechanismus wird durch eine NK1-Blockade nicht direkt adressiert. Die Vorhersage ist daher als reine Modellvorhersage zu betrachten.
Evidenz aus klinischen Studien
Derzeit sind keine zugehörigen klinischen Studien registriert.
Evidenz aus der Literatur
Derzeit liegt keine zugehörige Literatur vor.
Informationen zum deutschen Markt
| Zulassungsnummer | Produktname | Darreichungsform | Zugelassene Indikation |
|---|---|---|---|
| EMEA/H/C/000527 | Emend | – | Siehe Programmangabe |
Zytotoxizität
Aprepitant ist ein Antiemetikum und kein antineoplastisches Arzneimittel; dieser Abschnitt entfällt daher inhaltlich.
Sicherheitsaspekte
- Wechselwirkungen: In der Abfrage wurden 100 Wechselwirkungen erfasst. Als schwerwiegend (Major) eingestuft sind u. a. Fentanyl, Alfentanil und Acalabrutinib. Als moderat eingestuft sind u. a. Paclitaxel, Abemaciclib, Nifedipin, Ibuprofen, Levonorgestrel, Hydrocortison, Fluvoxamin, Fosphenytoin, Gefitinib und Rabeprazol. Als gering (Minor) eingestuft ist Dolutegravir.
- Kontraindikationen im Zusammenhang mit Erkrankungen: Für Leberversagen ist eine Kontraindikationsbeziehung vermerkt; diese stammt nicht aus dem Packungsbeilagentext.
Weitere Sicherheitsinformationen entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage.
Fazit und nächste Schritte
Entscheidung: Hold
Begründung: Der Vorhersagewert ist sehr hoch (0,9997), es gibt jedoch weder klinische Studien noch Publikationen zu dieser Erkrankung. Der Wirkmechanismus der NK1-Blockade passt zudem nicht zur Ursache der Erkrankung (aktivierende AVPR2-Mutationen). Die Evidenzstufe ist L5.
Für ein Weiterkommen ist Folgendes erforderlich:
- Detaillierte Daten zum Wirkmechanismus (MOA)
- Auswertung der Warnhinweise und Kontraindikationen aus der Packungsbeilage (BfArM)
- Präklinische Daten, die einen Zusammenhang zwischen NK1-Antagonismus und der Wasserrückresorption in der Niere belegen
- Prüfung der Anwendbarkeit der Darreichungswege für die neue Indikation
Haftungsausschluss
Diese Inhalte dienen ausschließlich Forschungszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Vor jeder klinischen Anwendung ist eine klinische Validierung erforderlich.