Avapritinib

Evidenzniveau: L5 Vorhergesagte Indikationen: 9

Inhaltsverzeichnis

  1. Avapritinib
    1. Pharmazeutischer Bewertungsbericht
    2. Avapritinib: Tyrosinkinase-Inhibitor (KIT/PDGFRA) → axiale spondylometaphysäre Dysplasie (axial spondylometaphyseal dysplasia)
    3. Zusammenfassung
    4. Schnellübersicht
    5. Warum ist diese Vorhersage nachvollziehbar?
    6. Klinische Studien
    7. Literaturevidenz
    8. Informationen zum Markt in Deutschland
    9. Zytotoxizität
    10. Sicherheitsaspekte
    11. Fazit und nächste Schritte
    12. Haftungsausschluss

Pharmazeutischer Bewertungsbericht

Avapritinib: Tyrosinkinase-Inhibitor (KIT/PDGFRA) → axiale spondylometaphysäre Dysplasie (axial spondylometaphyseal dysplasia)

Zusammenfassung

Avapritinib ist ein Kinase-Inhibitor, der gegen KIT und PDGFRA gerichtet ist. Das TxGNN-Modell sagt voraus, dass er bei axialer spondylometaphysärer Dysplasie (axial spondylometaphyseal dysplasia) wirksam sein könnte (Score 0,9992). Dafür liegen derzeit keine klinischen Studien und keine Publikationen vor; die Vorhersage beruht allein auf dem Modell.

Schnellübersicht

Punkt Inhalt
Ursprüngliche Indikation Gastrointestinal Stromal Tumors
Vorhergesagte neue Indikation axiale spondylometaphysäre Dysplasie (axial spondylometaphyseal dysplasia)
TxGNN-Vorhersagewert 0,9992
Evidenzniveau L5
Marktstatus in Deutschland Im Handel (gültige Zulassungen: 1 von 1)
Anzahl der Zulassungen 1 (gültig: 1)
Empfohlene Entscheidung Hold

Warum ist diese Vorhersage nachvollziehbar?

Zum Wirkmechanismus liegen in den für diesen Bericht zusammengestellten Daten keine detaillierten Angaben vor. Bekannt ist, dass Avapritinib die Kinasen KIT und PDGFRA hemmt und in der Onkologie eingesetzt wird.

Die axiale spondylometaphysäre Dysplasie ist eine seltene Skeletterkrankung, die mit CFAP410 (C21orf2) in Verbindung gebracht wird. Ein Zusammenhang mit der KIT/PDGFRA-Hemmung ist anhand der vorliegenden Daten nicht erkennbar; ein Signalweg, der beide verbindet, ist nicht belegt.

Der hohe Vorhersagewert ist ein rein rechnerisches Ergebnis. Er ersetzt keine biologische oder klinische Begründung, und eine Ähnlichkeit zur ursprünglichen Anwendung ist bislang nicht bewertet.

Klinische Studien

Derzeit sind keine zugehörigen klinischen Studien registriert.

Literaturevidenz

Derzeit liegt keine zugehörige Literatur vor.

Informationen zum Markt in Deutschland

Zulassungsnummer Produktname Darreichungsform Zugelassene Indikation
EMEA/H/C/005208 Ayvakyt – Gastrointestinale Stromatumoren

Zytotoxizität

Punkt Inhalt
Klassifikation Zielgerichtete Therapie (Kinase-Inhibitor)
Myelosuppressionsrisiko Bitte die Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen der Fachinformation beachten
Emetogenität Bitte die Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen der Fachinformation beachten
Überwachungsparameter Bitte die Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen der Fachinformation beachten
Handhabungsschutz Bitte die Vorgaben für den Umgang mit Zytostatika und die Fachinformation beachten

Sicherheitsaspekte

Arzneimittelwechselwirkungen: In den zusammengestellten Daten sind 100 Wechselwirkungen verzeichnet; die Liste enthält u. a. folgende Einträge:

  • Schwerwiegend (Major): Aprepitant, Acetylsalicylsäure, Clarithromycin, Dexamethason, Cobicistat, Deferasirox, Deferipron, Ibritumomab-Tiuxetan, Tositumomab (I-131), Samarium (153Sm) lexidronam
  • Mäßig (Moderate): Cimetidin, Clotrimazol, Dexfenfluramin, Fenfluramin, Glycerolphenylbutyrat, Metreleptin, Miconazol, Sibutramin, Troglitazon, Strontiumchlorid Sr-89

Zu Warnhinweisen und Gegenanzeigen bitte die Fachinformation beachten.

Fazit und nächste Schritte

Entscheidung: Hold

Begründung: Die Vorhersage stützt sich ausschließlich auf einen Modellwert, ohne klinische Studien, Publikationen oder erkennbaren mechanistischen Zusammenhang (Evidenzniveau L5).

Für ein Weiterverfolgen sind erforderlich:

  • Daten zum Wirkmechanismus von Avapritinib und eine biologische Begründung für einen Bezug zur axialen spondylometaphysären Dysplasie
  • Präklinische Untersuchungen (z. B. Zell- oder Tiermodelle) zur Plausibilitätsprüfung
  • Auswertung der Warnhinweise und Gegenanzeigen aus der Fachinformation des BfArM
  • Bewertung von Nutzen und Risiko bei einer seltenen Skeletterkrankung

    Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich Forschungszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Vor jeder klinischen Anwendung ist eine klinische Validierung erforderlich.