Bevacizumab

Evidenzniveau: L5 Vorhergesagte Indikationen: 10

Inhaltsverzeichnis

  1. Bevacizumab
  2. Bevacizumab: Von Darmkrebs und weiteren Tumorerkrankungen zu Epiglottis-Neoplasie
    1. Zusammenfassung in einem Satz
    2. Schnellübersicht
    3. Warum ist diese Vorhersage plausibel?
    4. Klinische Studien
    5. Literaturevidenz
    6. Marktinformationen Deutschland
    7. Zytotoxizität
    8. Sicherheitsaspekte
    9. Fazit und nächste Schritte
    10. Ergänzende Hinweise zu weiteren Vorhersagen
    11. Haftungsausschluss

## Pharmazeutischer Bewertungsbericht

Bevacizumab: Von Darmkrebs und weiteren Tumorerkrankungen zu Epiglottis-Neoplasie

Zusammenfassung in einem Satz

Bevacizumab ist ein gegen VEGF-A gerichteter monoklonaler Antikörper, der ursprünglich zur Behandlung mehrerer Krebserkrankungen (u. a. Darm-, Brust-, Lungen-, Nierenzell-, Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs) sowie der feuchten Makuladegeneration zugelassen wurde. Das TxGNN-Modell sagt voraus, dass der Wirkstoff bei Epiglottis-Neoplasie (Tumor der Kehldeckelregion) wirksam sein könnte. Für diese konkrete Indikation liegen jedoch keine klinischen Studien und keine Publikationen vor; die Vorhersage beruht allein auf dem Modell.


Schnellübersicht

Punkt Inhalt
Ursprüngliche Indikation Kolorektale Neoplasien, Brustkrebs, nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom, Nierenzellkarzinom, Gebärmutterhalskrebs
Vorhergesagte neue Indikation Epiglottis-Neoplasie
TxGNN-Vorhersagewert 99,90 %
Evidenzniveau L5
Marktstatus in Deutschland Nur erloschene/zurückgezogene Zulassungen
Anzahl der Zulassungen 10 (alle erloschen)
Empfohlene Entscheidung Hold

Warum ist diese Vorhersage plausibel?

Zum Wirkmechanismus liegen in den für diesen Bericht zusammengestellten Daten keine detaillierten Angaben vor. Bekannt ist, dass Bevacizumab VEGF-A neutralisiert und dadurch die Neubildung von Blutgefäßen (Angiogenese) im Tumor hemmt. Seine Wirksamkeit bei mehreren soliden Tumoren ist belegt.

Mechanistisch könnte dies auch auf angiogeneseabhängige Tumoren im Kopf-Hals-Bereich übertragbar sein. Ein direkter Beleg für Epiglottis-Neoplasien wurde jedoch nicht gefunden. Die Ähnlichkeit zur ursprünglichen Indikation ist nicht bewertet. Die Plausibilität bleibt daher spekulativ.


Klinische Studien

Derzeit sind keine zugehörigen klinischen Studien für Epiglottis-Neoplasie registriert.


Literaturevidenz

Derzeit liegt keine zugehörige Literatur vor.


Marktinformationen Deutschland

Alle zehn erfassten Zulassungen sind erloschen. Die Daten stammen aus europäischen Zentralzulassungen (EMEA).

Zulassungsnummer Produktname Darreichungsform Zugelassene Indikation
EMEA/H/C/004697 Zirabev – Kolorektale Neoplasien, Brustkrebs, NSCLC, Nierenzellkarzinom, Gebärmutterhalskrebs
EMEA/H/C/000582 Avastin – NSCLC, Brustkrebs, Ovarialkarzinom, kolorektale Neoplasien, Nierenzellkarzinom, Eileiter-…
EMEA/H/C/005534 Vegzelma – Kolorektale Neoplasien, Brustkrebs, Ovarialkarzinom, Eileiter-, Peritonealkarzinom, NSCLC…
EMEA/H/C/005286 Alymsys – Kolorektale Neoplasien, Brustkrebs, Ovarialkarzinom, Peritonealkarzinom, NSCLC, Nierenzell…
EMEA/H/C/005723 Lytenava – Feuchte Makuladegeneration

Zytotoxizität

Punkt Inhalt
Klassifikation Zielgerichtete Therapie (monoklonaler Anti-VEGF-Antikörper), kein konventionelles Zytostatikum
Myelosuppressionsrisiko Bitte Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen der Fachinformation beachten
Emetogenität Bitte Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen der Fachinformation beachten
Überwachungsparameter Bitte Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen der Fachinformation beachten
Schutzmaßnahmen bei Handhabung Bitte Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen der Fachinformation beachten

Sicherheitsaspekte

Arzneimittelwechselwirkungen: Insgesamt wurden 22 Wechselwirkungen erfasst. Als schwerwiegend (Major) eingestuft sind:

  • Deferipron
  • Samarium-(153Sm)-Lexidronam
  • Panitumumab
  • Sunitinib
  • Thalidomid

Zahlreiche weitere sind als moderat eingestuft, u. a. Bisphosphonate (Alendronsäure, Risedronsäure, Etidronsäure, Ibandronat, Pamidronsäure, Tiludronsäure), Filgrastim, Pegfilgrastim, Sargramostim, Palifermin, Idelalisib, Romosozumab, Radium-223-dichlorid, Strontium-89-chlorid und Natriumphosphat (P-32).

Für Warnhinweise und Gegenanzeigen bitte die Fachinformation heranziehen.


Fazit und nächste Schritte

Entscheidung: Hold

Begründung: Für Epiglottis-Neoplasie existieren weder klinische Studien noch Publikationen; die Vorhersage stützt sich ausschließlich auf das Modell (L5). Zudem sind in Deutschland derzeit keine gültigen Zulassungen vorhanden.

Für ein Weiterkommen sind erforderlich:

  • Fachinformation mit Warnhinweisen und Gegenanzeigen (derzeit fehlend, blockiert die Sicherheitsprüfung)
  • Detaillierte Wirkmechanismus-Daten (MOA)
  • Prüfung präklinischer und klinischer Evidenz speziell für Kehldeckel- bzw. Kopf-Hals-Tumoren
  • Klärung des Zulassungs- und Marktstatus in Deutschland

Ergänzende Hinweise zu weiteren Vorhersagen

Unter den weiteren Top-10-Vorhersagen ist die Evidenz für zystische Neoplasie am stärksten (L1). Sie stützt sich auf eine randomisierte Phase-3-Studie (NCT00565851, n = 1052, Carboplatin/Paclitaxel ± Bevacizumab bei Ovarial-, Peritoneal- und Eileiterkarzinom) und eine systematische Übersichtsarbeit (PMID 37754507) zu niedriggradigen serösen Ovarialkarzinomen. Diese Evidenz gilt jedoch nur für die Ovarialkarzinom-Untergruppe, und die Zuordnung der breiten Bezeichnung „zystische Neoplasie“ ist unsicher. Die zugehörige Empfehlung lautet „Research Question“ und rechtfertigt keine Übertragung auf die Hauptvorhersage.

Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich Forschungszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Vor jeder klinischen Anwendung ist eine klinische Validierung erforderlich.



Back to top

Copyright © 2026 藥提醒科技有限公司 (yao.care). This report is for research purposes only and does not constitute medical advice.

This site uses Just the Docs, a documentation theme for Jekyll.