Etravirine

Evidenzniveau: L5 Vorhergesagte Indikationen: 8

Inhaltsverzeichnis

  1. Etravirine
    1. Pharmazeutischer Bewertungsbericht
    2. Etravirin: NNRTI (nicht-nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Hemmer) → Felines erworbenes Immundefizienz-Syndrom (feline acquired immunodeficiency syndrome)
    3. Zusammenfassung
    4. Kurzübersicht
    5. Warum ist diese Vorhersage plausibel?
    6. Klinische Studienevidenz
    7. Literaturevidenz
    8. Marktinformationen Deutschland
    9. Sicherheitsaspekte
    10. Fazit und nächste Schritte
    11. Haftungsausschluss

Pharmazeutischer Bewertungsbericht

Etravirin: NNRTI (nicht-nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Hemmer) → Felines erworbenes Immundefizienz-Syndrom (feline acquired immunodeficiency syndrome)

Zusammenfassung

Etravirin ist ein nicht-nukleosidischer Hemmer der HIV-1-Reverse-Transkriptase. Das TxGNN-Modell sagt eine mögliche Wirksamkeit bei felinem erworbenem Immundefizienz-Syndrom (feline acquired immunodeficiency syndrome) voraus. Für diese Vorhersage liegen in den für diesen Bericht zusammengestellten Daten keine klinischen Studien und keine Publikationen vor.

Kurzübersicht

Punkt Inhalt
Ursprüngliche Indikation HIV Infections
Vorhergesagte neue Indikation Felines erworbenes Immundefizienz-Syndrom (feline acquired immunodeficiency syndrome)
TxGNN-Vorhersagewert 0,9998
Evidenzlevel L5
Marktstatus in Deutschland Im Handel (gültige Zulassungen: 1 von 1)
Anzahl der Zulassungen 1 (gültig: 1)
Empfohlene Entscheidung Hold

Warum ist diese Vorhersage plausibel?

Zum Wirkmechanismus von Etravirin liegen in den zusammengestellten Daten keine detaillierten Angaben vor. Bekannt ist, dass Etravirin die Reverse-Transkriptase von HIV-1 hemmt.

Das feline Immundefizienzvirus (FIV) ist ein mit HIV verwandtes Lentivirus. Allerdings ist die Reverse-Transkriptase von FIV gegenüber nicht-nukleosidischen Hemmern in der Regel weniger empfindlich, sodass eine artübergreifende Wirkung unsicher ist. Der hohe Vorhersagewert spiegelt vermutlich die Nähe zu HIV-bezogenen Krankheitsknoten im Modell wider und keine nachgewiesene Aktivität.

Klinische Studienevidenz

Derzeit sind keine zugehörigen klinischen Studien registriert.

Literaturevidenz

Derzeit liegt keine zugehörige Literatur zu dieser Vorhersage vor.

Marktinformationen Deutschland

Zulassungsnummer Produktname Darreichungsform Zugelassene Indikation
EMEA/H/C/000900 Intelence – Siehe lokale Zulassungsdaten

Sicherheitsaspekte

  • Arzneimittelwechselwirkungen: Die Abfrage ergab 100 erfasste Wechselwirkungen. Beispiele mit mittlerem Schweregrad: Omeprazol, Rabeprazol, Clarithromycin, Cimetidin, Dexamethason, Hydrocortison, Betamethason, Triamcinolon, Pioglitazon, Glimepirid, Saxagliptin, Linagliptin, Aprepitant, Metronidazol. Ranitidin ist als geringfügig eingestuft.

Weitere Sicherheitsinformationen entnehmen Sie bitte der Fachinformation.

Fazit und nächste Schritte

Entscheidung: Hold

Begründung: Für die Vorhersage felines erworbenes Immundefizienz-Syndrom gibt es weder klinische Studien noch Publikationen; die Evidenz beschränkt sich auf die Modellvorhersage (L5). Zudem ist die Empfindlichkeit felinen Lentivirus-Enzyms gegenüber nicht-nukleosidischen Hemmern fraglich.

Für ein Fortschreiten sind erforderlich:

  • Präklinische In-vitro-Daten zur Aktivität von Etravirin gegen die FIV-Reverse-Transkriptase
  • Daten zum Wirkmechanismus
  • Tierarzneimittelrechtliche Bewertung, da die Indikation eine Tierkrankheit betrifft
  • Auswertung der Fachinformation zu Warnhinweisen und Gegenanzeigen

    Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich Forschungszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Vor jeder klinischen Anwendung ist eine klinische Validierung erforderlich.