Lurasidone
| Evidenzniveau: L5 | Vorhergesagte Indikationen: 9 |
Inhaltsverzeichnis
- Lurasidone
- Pharmazeutischer Bewertungsbericht
- Lurasidon: Atypisches Antipsychotikum → Retinale Dystrophie mit oder ohne extraokulare Anomalien (retinal dystrophy with or without extraocular anomalies)
- Zusammenfassung
- Kurzübersicht
- Warum ist diese Vorhersage (nicht) plausibel?
- Klinische Studien
- Literatur
- Marktinformationen Deutschland
- Sicherheitsaspekte
- Fazit und nächste Schritte
- Haftungsausschluss
Lurasidon: Atypisches Antipsychotikum → Retinale Dystrophie mit oder ohne extraokulare Anomalien (retinal dystrophy with or without extraocular anomalies)
Zusammenfassung
Lurasidon ist ein atypisches Antipsychotikum. Das TxGNN-Modell sagt eine mögliche Wirksamkeit bei Retinaler Dystrophie mit oder ohne extraokulare Anomalien (retinal dystrophy with or without extraocular anomalies) voraus. Für diese Vorhersage liegen in den für diesen Bericht zusammengestellten Daten keine klinischen Studien und keine Publikationen vor; sie beruht ausschließlich auf der Modellberechnung.
Kurzübersicht
| Punkt | Inhalt |
|---|---|
| Ursprüngliche Indikation | Schizophrenia |
| Vorhergesagte neue Indikation | Retinale Dystrophie mit oder ohne extraokulare Anomalien (retinal dystrophy with or without extraocular anomalies) |
| TxGNN-Vorhersagewert | 0,9995 |
| Evidenzlevel | L5 |
| Marktstatus in Deutschland | Im Handel (gültige Zulassungen: 1 von 1) |
| Anzahl der Zulassungen | 1 (gültig: 1) |
| Empfohlene Entscheidung | Hold (zurückstellen) |
Warum ist diese Vorhersage (nicht) plausibel?
Zum Wirkmechanismus von Lurasidon liegen in den zusammengestellten Daten keine detaillierten Angaben vor. Bekannt ist, dass es als Antipsychotikum eingestuft wird, dessen Wirkung typischerweise über eine Antagonisierung von Dopamin-D2- und Serotonin-5-HT-Rezeptoren beschrieben wird.
Ein erkennbarer mechanistischer Zusammenhang zwischen diesem Wirkprinzip und einer erblich bedingten retinalen Dystrophie besteht nach der vorliegenden Bewertung nicht. Der hohe Vorhersagewert ist ein rein rechnerisches Ergebnis des Modells, das durch keine Studien oder Literatur gestützt wird. Auch die Ähnlichkeit zur ursprünglichen Anwendung ist bislang nicht bewertet.
Klinische Studien
Derzeit sind keine zugehörigen klinischen Studien registriert.
Literatur
Derzeit ist keine zugehörige Literatur verfügbar.
Marktinformationen Deutschland
| Zulassungsnummer | Produktname | Darreichungsform | Zugelassene Indikation |
|---|---|---|---|
| EMEA/H/C/002713 | Latuda | – | Schizophrenie |
Sicherheitsaspekte
- Arzneimittelwechselwirkungen (100 Einträge erfasst, Auswahl):
- Schwerwiegend (Major): Bupropion, Aprepitant, Morphin, Clarithromycin
- Moderat: u. a. Acarbose, Epinephrin, Albiglutid, Alogliptin, Metformin, Pioglitazon, Hyoscyamin, Atropin, Dexamethason, Lorcaserin, Glycopyrronium, Canagliflozin, Chlorpropamid, Cimetidin, Picosulfat, Polyethylenglykol (3350 mit Elektrolyten)
Für Warnhinweise und Gegenanzeigen bitte die Fachinformation heranziehen.
Fazit und nächste Schritte
Entscheidung: Hold (zurückstellen)
Begründung: Die Vorhersage beruht allein auf dem Modellwert, ohne klinische Studien, Publikationen oder erkennbaren mechanistischen Zusammenhang. Damit liegt sie auf Evidenzlevel L5.
Um fortzufahren, sind folgende Schritte nötig:
- Auswertung der Fachinformation (Warnhinweise, Gegenanzeigen), da diese Sicherheitsdaten derzeit fehlen
- Ergänzung detaillierter Wirkmechanismus-Daten
- Präklinische Studien oder eine Literaturrecherche, die einen Zusammenhang zwischen Lurasidon und retinalen Dystrophien belegen könnten
- Bewertung der Ähnlichkeit zur ursprünglichen Anwendung und der Anwendungswege (Applikationsrouten)
Haftungsausschluss
Diese Inhalte dienen ausschließlich Forschungszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Vor jeder klinischen Anwendung ist eine klinische Validierung erforderlich.