Lurasidone

Evidenzniveau: L5 Vorhergesagte Indikationen: 9

Inhaltsverzeichnis

  1. Lurasidone
    1. Pharmazeutischer Bewertungsbericht
    2. Lurasidon: Atypisches Antipsychotikum → Retinale Dystrophie mit oder ohne extraokulare Anomalien (retinal dystrophy with or without extraocular anomalies)
    3. Zusammenfassung
    4. Kurzübersicht
    5. Warum ist diese Vorhersage (nicht) plausibel?
    6. Klinische Studien
    7. Literatur
    8. Marktinformationen Deutschland
    9. Sicherheitsaspekte
    10. Fazit und nächste Schritte
    11. Haftungsausschluss

Pharmazeutischer Bewertungsbericht

Lurasidon: Atypisches Antipsychotikum → Retinale Dystrophie mit oder ohne extraokulare Anomalien (retinal dystrophy with or without extraocular anomalies)

Zusammenfassung

Lurasidon ist ein atypisches Antipsychotikum. Das TxGNN-Modell sagt eine mögliche Wirksamkeit bei Retinaler Dystrophie mit oder ohne extraokulare Anomalien (retinal dystrophy with or without extraocular anomalies) voraus. Für diese Vorhersage liegen in den für diesen Bericht zusammengestellten Daten keine klinischen Studien und keine Publikationen vor; sie beruht ausschließlich auf der Modellberechnung.

Kurzübersicht

Punkt Inhalt
Ursprüngliche Indikation Schizophrenia
Vorhergesagte neue Indikation Retinale Dystrophie mit oder ohne extraokulare Anomalien (retinal dystrophy with or without extraocular anomalies)
TxGNN-Vorhersagewert 0,9995
Evidenzlevel L5
Marktstatus in Deutschland Im Handel (gültige Zulassungen: 1 von 1)
Anzahl der Zulassungen 1 (gültig: 1)
Empfohlene Entscheidung Hold (zurückstellen)

Warum ist diese Vorhersage (nicht) plausibel?

Zum Wirkmechanismus von Lurasidon liegen in den zusammengestellten Daten keine detaillierten Angaben vor. Bekannt ist, dass es als Antipsychotikum eingestuft wird, dessen Wirkung typischerweise über eine Antagonisierung von Dopamin-D2- und Serotonin-5-HT-Rezeptoren beschrieben wird.

Ein erkennbarer mechanistischer Zusammenhang zwischen diesem Wirkprinzip und einer erblich bedingten retinalen Dystrophie besteht nach der vorliegenden Bewertung nicht. Der hohe Vorhersagewert ist ein rein rechnerisches Ergebnis des Modells, das durch keine Studien oder Literatur gestützt wird. Auch die Ähnlichkeit zur ursprünglichen Anwendung ist bislang nicht bewertet.

Klinische Studien

Derzeit sind keine zugehörigen klinischen Studien registriert.

Literatur

Derzeit ist keine zugehörige Literatur verfügbar.

Marktinformationen Deutschland

Zulassungsnummer Produktname Darreichungsform Zugelassene Indikation
EMEA/H/C/002713 Latuda – Schizophrenie

Sicherheitsaspekte

  • Arzneimittelwechselwirkungen (100 Einträge erfasst, Auswahl):
    • Schwerwiegend (Major): Bupropion, Aprepitant, Morphin, Clarithromycin
    • Moderat: u. a. Acarbose, Epinephrin, Albiglutid, Alogliptin, Metformin, Pioglitazon, Hyoscyamin, Atropin, Dexamethason, Lorcaserin, Glycopyrronium, Canagliflozin, Chlorpropamid, Cimetidin, Picosulfat, Polyethylenglykol (3350 mit Elektrolyten)

Für Warnhinweise und Gegenanzeigen bitte die Fachinformation heranziehen.

Fazit und nächste Schritte

Entscheidung: Hold (zurückstellen)

Begründung: Die Vorhersage beruht allein auf dem Modellwert, ohne klinische Studien, Publikationen oder erkennbaren mechanistischen Zusammenhang. Damit liegt sie auf Evidenzlevel L5.

Um fortzufahren, sind folgende Schritte nötig:

  • Auswertung der Fachinformation (Warnhinweise, Gegenanzeigen), da diese Sicherheitsdaten derzeit fehlen
  • Ergänzung detaillierter Wirkmechanismus-Daten
  • Präklinische Studien oder eine Literaturrecherche, die einen Zusammenhang zwischen Lurasidon und retinalen Dystrophien belegen könnten
  • Bewertung der Ähnlichkeit zur ursprünglichen Anwendung und der Anwendungswege (Applikationsrouten)

    Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich Forschungszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Vor jeder klinischen Anwendung ist eine klinische Validierung erforderlich.