Rufinamide

Evidenzniveau: L5 Vorhergesagte Indikationen: 1

Inhaltsverzeichnis

  1. Rufinamide
    1. Pharmazeutischer Bewertungsbericht
    2. Rufinamide: Perioral myoclonia with absences
    3. Zusammenfassung
    4. Schnellübersicht
    5. Warum ist diese Vorhersage plausibel?
    6. Klinische Studien
    7. Literaturevidenz
    8. Informationen zum deutschen Markt
    9. Sicherheitsaspekte
    10. Fazit und nächste Schritte
    11. Haftungsausschluss

Pharmazeutischer Bewertungsbericht

Rufinamide: Perioral myoclonia with absences

Zusammenfassung

Rufinamid ist ein Antikonvulsivum, das ursprünglich zur Behandlung von Epilepsie zugelassen wurde. Das TxGNN-Modell sagt voraus, dass es bei dem febrilen infektionsassoziierten Epilepsiesyndrom (FIRES) wirksam sein könnte. Für diese Vorhersage liegen derzeit keine klinischen Studien und keine Publikationen vor; sie beruht allein auf der Modellberechnung.


Schnellübersicht

Punkt Inhalt
Ursprüngliche Indikation Epilepsy
Vorhergesagte neue Indikation Perioral myoclonia with absences
TxGNN-Vorhersagewert 0.9951
Evidenzgrad L5
Marktstatus in Deutschland Im Handel (gültige Zulassungen: 1 von 1)
Anzahl der Zulassungen 1 (gültig: 1)
Empfohlene Entscheidung Hold

Warum ist diese Vorhersage plausibel?

Zum Wirkmechanismus von Rufinamid liegen in den für diesen Bericht zusammengestellten Daten keine detaillierten Angaben vor. Nach allgemeinem Wissen moduliert Rufinamid spannungsabhängige Natriumkanäle und verlängert deren inaktiven Zustand. Es ist bei Epilepsie, insbesondere beim Lennox-Gastaut-Syndrom, zugelassen.

Weitere vorhergesagte Indikationen (jeweils ohne Studien oder Literatur, Evidenzgrad L5, Empfehlung Hold):

Rang Erkrankung TxGNN-Wert Einschätzung
2 Perioralle Myoklonien mit Absencen 0,9951 Generalisiertes Epilepsiesyndrom; Natriumkanalblocker können manche generalisierten Anfallsformen verschlechtern, daher ist die Passung unsicher

Klinische Studien

Derzeit sind keine zugehörigen klinischen Studien registriert.


Literaturevidenz

Derzeit liegt keine zugehörige Literatur vor.


Informationen zum deutschen Markt

Zulassungsnummer Produktname Darreichungsform Zugelassene Indikation
EMEA/H/C/000660 Inovelon (Eisai GmbH) – Epilepsie

Diese Zulassung ist gültig; in Deutschland besteht derzeit 1 gültige Zulassung von 1.


Sicherheitsaspekte

  • Kontraindikationen aus dem Wissensgraphen (TxGNN/PrimeKG, nicht aus dem Beipackzettel): Leberversagen, Angststörung, neurotische Störung, dysthyme Störung, Lebererkrankung, Gallenblasenerkrankung, Leukopenie.
  • Arzneimittelwechselwirkungen: Es wurden 100 Wechselwirkungen erfasst, die gezeigten Einträge sind alle von mittlerem Schweregrad (Moderate). Beispiele: Hydrocortison, Prednison, Betamethason, Triamcinolon, Cholecalciferol, Calcitriol, Pioglitazon, Bupropion, Morphin, Metoclopramid, Ondansetron, Dronabinol, Nabilon.

Für weitere Sicherheitsinformationen (Warnhinweise, Kontraindikationen laut Fachinformation) bitte die Packungsbeilage bzw. Fachinformation heranziehen.


Fazit und nächste Schritte

Entscheidung: Hold

Begründung: Die Vorhersage stützt sich ausschließlich auf das TxGNN-Modell (Evidenzgrad L5), ohne klinische Studien oder Publikationen.

Für ein Weiterkommen sind erforderlich:

  • Daten zum Wirkmechanismus (MoA) aus DrugBank
  • Warnhinweise und Kontraindikationen aus der Fachinformation (BfArM/EMA); ohne diese ist die Sicherheitsprüfung nicht möglich
  • Literaturrecherche und Prüfung von Studienregistern zu Rufinamid bei FIRES und den weiteren vorhergesagten Epilepsiesyndromen
  • Klärung des Zulassungsstatus und der verfügbaren Darreichungsformen und Applikationswege

    Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich Forschungszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Vor jeder klinischen Anwendung ist eine klinische Validierung erforderlich.