Aztreonam
| Evidenzniveau: L5 | Vorhergesagte Indikationen: 10 |
Inhaltsverzeichnis
- Aztreonam
- Pharmazeutischer Bewertungsbericht
- Aztreonam: Monobactam-Antibiotikum → Hyperamylasämie (hyperamylasemia)
- Zusammenfassung in einem Satz
- Schnellübersicht
- Warum ist diese Vorhersage plausibel?
- Evidenz aus klinischen Studien
- Evidenz aus der Literatur
- Informationen zum deutschen Markt
- Sicherheitsaspekte
- Fazit und nächste Schritte
- Haftungsausschluss
Aztreonam: Monobactam-Antibiotikum → Hyperamylasämie (hyperamylasemia)
Zusammenfassung in einem Satz
Aztreonam ist ein Monobactam-Antibiotikum, das gegen gramnegative Bakterien eingesetzt wird. Das TxGNN-Modell sagt eine mögliche Wirksamkeit bei Hyperamylasämie (hyperamylasemia) voraus. Dafür liegen jedoch keine klinischen Studien und keine Publikationen vor; die Vorhersage beruht allein auf dem Modell.
Schnellübersicht
| Punkt | Inhalt |
|---|---|
| Ursprüngliche Indikation | Gram-Negative Bacterial Infections;Urinary Tract Infections;Healthcare-Associated Pneumonia;Soft Tissue Infections |
| Vorhergesagte neue Indikation | Hyperamylasämie (hyperamylasemia) |
| TxGNN-Vorhersagewert | 0,9973 |
| Evidenzgrad | L5 |
| Marktstatus in Deutschland | Im Handel (gültige Zulassungen: 1 von 1) |
| Anzahl der Zulassungen | 1 (gültig: 1) |
| Empfohlene Entscheidung | Hold |
Warum ist diese Vorhersage plausibel?
Zu Aztreonam liegen in den für diesen Bericht zusammengestellten Daten keine detaillierten Angaben zum Wirkmechanismus vor. Bekannt ist, dass Aztreonam als Monobactam die Zellwandsynthese gramnegativer aerober Bakterien durch Hemmung des Penicillin-bindenden Proteins 3 (PBP3) blockiert.
Hyperamylasämie ist jedoch ein biochemischer Laborbefund und keine Infektionskrankheit. Ein plausibler mechanistischer Zusammenhang zwischen der antibakteriellen Wirkung von Aztreonam und dieser Erkrankung ist nicht erkennbar. Der hohe Vorhersagewert ist daher sehr wahrscheinlich ein Artefakt des Modells und kein Hinweis auf einen echten therapeutischen Nutzen.
Evidenz aus klinischen Studien
Derzeit sind keine zugehörigen klinischen Studien registriert.
Evidenz aus der Literatur
Derzeit ist keine zugehörige Literatur verfügbar.
Informationen zum deutschen Markt
| Zulassungsnummer | Produktname | Darreichungsform | Zugelassene Indikation |
|---|---|---|---|
| EMEA/H/C/006113 | Emblaveo | – | Gramnegative bakterielle Infektionen; Harnwegsinfektionen; nosokomial erworbene Pneumonie; Weichteilinfektionen |
Sicherheitsaspekte
- Arzneimittelwechselwirkungen: In den zusammengestellten Daten sind 27 Wechselwirkungen verzeichnet. Als mittelschwer eingestuft sind:
- Picosulfat (Picosulfuric acid)
- Dicumarol (Dicoumarol)
- Warfarin
Weitere erfasste Wechselwirkungen ohne Schweregradangabe betreffen unter anderem Vancomycin, Amikacin, Tacrolimus, Amphotericin B, Heparin und Metronidazol.
Weitere Sicherheitsinformationen entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage.
Fazit und nächste Schritte
Entscheidung: Hold
Begründung: Für Hyperamylasämie gibt es weder klinische Studien noch Publikationen, und ein mechanistischer Zusammenhang mit der antibakteriellen Wirkung von Aztreonam ist nicht erkennbar. Die Vorhersage ist rein modellbasiert (Evidenzgrad L5).
Für ein weiteres Vorgehen ist Folgendes erforderlich:
- Detaillierte Daten zum Wirkmechanismus (MOA)
- Warn- und Gegenanzeigen aus der Packungsbeilage
- Eine biologisch begründete Hypothese, die erklärt, warum ein Antibiotikum einen erhöhten Amylasespiegel beeinflussen sollte, bevor weitere Ressourcen eingesetzt werden
Haftungsausschluss
Diese Inhalte dienen ausschließlich Forschungszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Vor jeder klinischen Anwendung ist eine klinische Validierung erforderlich.