Esketamine

Evidenzniveau: L5 Vorhergesagte Indikationen: 2

Inhaltsverzeichnis

  1. Esketamine
  2. Esketamin: Von Depressiver Störung zu Agoraphobie
    1. Zusammenfassung
    2. Schnellübersicht
    3. Warum ist diese Vorhersage plausibel?
    4. Klinische Evidenz
    5. Literaturevidenz
    6. Informationen zum Markt in Deutschland
    7. Sicherheitsaspekte
    8. Fazit und nächste Schritte
    9. Hinweis zur zweiten Vorhersage
    10. Haftungsausschluss

## Pharmazeutischer Bewertungsbericht

Esketamin: Von Depressiver Störung zu Agoraphobie

Zusammenfassung

Esketamin wurde ursprünglich zur Behandlung der depressiven Störung eingesetzt. Das TxGNN-Modell sagt voraus, dass es bei Agoraphobie wirksam sein könnte. Derzeit liegen dafür keine klinischen Studien und keine Publikationen vor. Die Vorhersage beruht allein auf dem Modell.

Schnellübersicht

Punkt Inhalt
Ursprüngliche Indikation Depressive Störung
Vorhergesagte neue Indikation Agoraphobie
TxGNN-Vorhersagewert 99,57 %
Evidenzgrad L5
Marktstatus in Deutschland Nur erloschene/widerrufene Zulassung
Anzahl der Zulassungen 1 (gültig: 0, erloschen: 1)
Empfohlene Entscheidung Hold

Warum ist diese Vorhersage plausibel?

Für die Erstellung dieses Berichts liegen keine detaillierten Daten zum Wirkmechanismus vor. Bekannt ist, dass Esketamin ein NMDA-Rezeptor-Antagonist ist, das glutamaterge Signalwege moduliert und schnell antidepressiv wirkt. Diese Angabe stammt aus allgemeinem Fachwissen und nicht aus den für diesen Bericht zusammengestellten Daten.

Agoraphobie tritt häufig gemeinsam mit Panikstörung und Depression auf. Gemeinsame neuronale Schaltkreise für Angst und Stimmung könnten daher eine Rolle spielen. Dieser Zusammenhang ist plausibel, aber nicht überprüft.

Der hohe Vorhersagewert ist eine rechnerische Vorhersage und kein klinischer Beleg. Ob Esketamin bei Agoraphobie wirkt, ist durch keine Studie oder Publikation gestützt.

Klinische Evidenz

Derzeit sind keine zugehörigen klinischen Studien registriert.

Literaturevidenz

Derzeit liegt keine zugehörige Literatur vor.

Informationen zum Markt in Deutschland

Zulassungsnummer Produktname Darreichungsform Zugelassene Indikation
EMEA/H/C/004535 Spravato – Depressive Störung

Diese Zulassung (Janssen-Cilag International NV) ist erloschen bzw. widerrufen. Es gibt keine gültige Zulassung.

Sicherheitsaspekte

  • Wechselwirkungen: Insgesamt wurden 70 Wechselwirkungen erfasst. Als schwerwiegend (Major) eingestuft sind unter den aufgeführten Beispielen:
    • Diethylpropion
    • Phentermin
    • Fenfluramin
    • Mazindol
    • Koffein

    Als moderat eingestuft sind u. a.:

    • Morphin (auch liposomal)
    • Opium
    • Loperamid
    • Diphenoxylat
    • Difenoxin
    • Dronabinol
    • Nabilon
    • Metoclopramid
    • Scopolamin
    • nasale Kortikosteroide (Beclometason, Budesonid, Triamcinolon, Dexamethason)
    • nasales Ephedrin
  • Kontraindikationen aus dem Wissensgraphen (PrimeKG, keine Angaben aus dem Beipackzettel): Gefäßerkrankungen sowie arteriovenöse Hämangiome/Malformationen.

Weitere Sicherheitsinformationen, insbesondere Warnhinweise und Gegenanzeigen, sind der Fachinformation zu entnehmen.

Fazit und nächste Schritte

Entscheidung: Hold

Begründung: Die Vorhersage stützt sich ausschließlich auf einen hohen Modellwert (Evidenzgrad L5). Es gibt weder klinische Studien noch Literatur, und in Deutschland besteht keine gültige Zulassung. Zudem sind mehrere schwerwiegende Wechselwirkungen und Kontraindikationen aus dem Wissensgraphen zu beachten.

Für das weitere Vorgehen sind erforderlich:

  • Systematische Literaturrecherche und Prüfung von Studienregistern zu Esketamin bei Agoraphobie bzw. Angststörungen
  • Daten zum Wirkmechanismus (MOA) zur Prüfung des mechanistischen Zusammenhangs
  • Auswertung der Fachinformation (Warnhinweise und Gegenanzeigen) zur Sicherheitsbewertung
  • Klärung des Zulassungsstatus in Deutschland und der verfügbaren Darreichungsformen und Applikationswege
  • Vor einer Studienplanung: Bewertung des Nutzen-Risiko-Profils (u. a. Dissoziation, Blutdruckanstieg, Missbrauchspotenzial)

Hinweis zur zweiten Vorhersage

Die zweite Vorhersage, gutartiger paroxysmaler Torticollis des Säuglingsalters (Score 99,49 %), ist ebenfalls nur modellbasiert (L5, Hold). Ein plausibler mechanistischer Zusammenhang ist nicht erkennbar. Zudem ist Esketamin bei Säuglingen nicht als sicher oder geeignet etabliert. Die Vorhersage dürfte ein Artefakt der graphbasierten Inferenz sein und sollte nicht weiterverfolgt werden.

Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich Forschungszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Vor jeder klinischen Anwendung ist eine klinische Validierung erforderlich.



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